Was hilft bei Zahnschmerzen?

Was hilft bei Zahnschmerzen?

9 wirksame Tipps und Hausmittel gegen akute Zahnschmerzen

SOS Zahnweh: Was hilft bei Zahnschmerzen? Manchmal rauben sie dir nachts den Schlaf, manchmal ruinieren sie ein schönes Essen und wieder ein anderes Mal lenken sie dich bei der Arbeit ab. Zahnschmerzen sind nicht nur schmerzhaft, sondern auch lästig und können dir den Tag ruinieren. Doch wie entstehen sie, was hilft gegen Zahnschmerzen, und wie kannst du gegen sie vorbeugen?

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Ich war über 20 Jahre als zahnmedizinische Assistentin tätig und habe täglich Patienten über die beste Zahnpflege beraten. 

9 wirksame Tipps gegen Zahnschmerzen

was tun bei Zahnschmerzen - Hilfe und Hausmittel

Das mussten wahrscheinlich die meisten von uns schon einmal erleiden… Schmerzende Zähne, die einen nicht mehr zur Ruhe kommen lassen. Natürlich passiert so etwas meist am Wochenende oder in der Nacht. Doch was kannst du jetzt akut gegen diesen Schmerz tun? 

 

Natürlich musst du so schnell wie möglich einen Termin beim Zahnarzt vereinbaren, denn mit akuten Zahnschmerzen ist nicht zu spaßen. Schnell wird aus einer kleinen Sache schon mal ein großes Ding. Also keine Angst – bitte wende dich unbedingt an deinen Zahnarzt und in ganz dringenden Fällen sogar an den zahnärztlichen Notdienst!

Erste Hilfe Maßnahmen bei Zahnweh

  1. Kopf erhöht lagern: Wenn in der Nacht Zahnschmerzen auftreten, kann das eine erste Hilfe Maßnahme sein. 
  2. Kühlen: Die betroffene Stelle mit einem feuchten Waschlappen oder Kühlpads kühlen. Je nach Ursache der Zahnschmerzen kann das den Schmerz lindern.
  3. Schmerztablette: Auch die Einnahme von Schmerztabletten kann den Schmerz vorübergehend betäuben. 
  4. Fluorid Gel: Vor allem, wenn die Zähne auf heiß und kalt reagieren, kann ein fluoridhaltiges Präparat (z.B. Elmex Gelee) helfen. Einfach mit einem Wattestäbchen auf den empfindlichen Zahn tupfen und nicht mehr abspülen.
  5. Warme und sehr kalte Getränke vermeiden: Denn das kann den Zahnschmerz noch verstärken

Wirksame Hausmittel gegen Zahnschmerzen

Tee gegen Zahnschmerzen
Hausmittel Tee gegen Zahnschmerzen

Mit Tee oder Salzwasser spülen

Eine weitere Alternative sind Tees oder Mundspülungen. Für einen Zahnschmerzen lindernden Tee kannst du Pfefferminze, Johanniskraut, Melisse, Quendel und Baldrian mischen. Dabei sollten doppelt so viel Johanniskraut und Melisse wie Pfefferminze in dem Tee enthalten sein. Quendel und Baldrian reichen in kleinen Mengen aus.

 

Hast du nicht so viele Zutaten im Haus, kann auch Salbei oder Kamillen Tee helfen: Als Mundspülung verwendet wirkt dieser entzündungshemmend. Ebenso kannst du auch eine lauwarme Salzwasserspülung verwenden. Diese sollte hochkonzentriert sein. Du musst sie etwa zwei Minuten im Mund behalten, damit sie ihre Wirkung entfalten kann. Merkst du, dass der Zahnschmerz nachlässt, kannst du die Spülung ausspucken.

Gewürznelken kauen

Als Hilfe gegen Zahnschmerzen gibt es viele Hausmittel. Eine beliebte Methode ist das Zerbeißen einer Gewürznelke oder — als Alternative — das Einreiben der betroffenen Stelle mit Nelkenöl. In Nelken ist der Wirkstoff Eugenol enthalten, der sogar in der Zahnmedizin benutzt wird. Eugenol wirkt betäubend und kann daher helfen, den Zahnschmerz vorübergehend zu dämpfen.

 

Du solltest bei diesem Hausmittel allerdings Vorsicht walten lassen und nicht übertreiben. Denn Eugenol ist ein hochwirksamer Stoff und kann sogar den Zahnnerv abtöten. Ist dir das zu gefährlich, gibt es weitere Möglichkeiten: Ein feuchtes Tuch oder ein in ein Handtuch gewickelter Eisbeutel können den Zahnschmerz ebenso betäuben, ohne dass du Nebenwirkungen riskieren musst. Die Kälte mindert den Blutfluss in das entzündete Gebiet und kann so ihre Wirkung entfalten.

Zwiebeln bei Zahnweh

Zerkleinerte Zwiebel bei Zahnschmerzen

Durch ihre ätherischen Öle kann auch eine zerkleinerte Zwiebel hilfreich bei Zahnschmerzen sein: Diese wickelst du in ein Tuch ein und hältst sie an der schmerzenden Stelle gegen deine Wange. Da die Zwiebel eine antibakterielle Wirkung hat, kann sie sowohl die Schmerzen lindern, als auch die Entzündung hemmen. Hast du keine Zwiebel zur Hand, kannst du auch Knoblauch verwenden. Diesen solltest du jedoch direkt im Mundraum anwenden und leicht kauen.

Zahnärztlicher Notdienst

Bekommst du am Wochenende oder einem Feiertag Zahnschmerzen, ist dein eigener Zahnarzt oft nicht erreichbar. Ist es wirklich schlimm, solltest du dich an den Bereitschaftszahnarzt wenden. Wenn deine Schmerzen aber aushalten kannst und du dich lieber in die Hände von jemandem begibst, den du schon kennst, kannst du dein Glück erst einmal mit einem Schmerzmittel oder Hausmitteln versuchen.

Bei der Frage: „Was hilft bei Zahnschmerzen“ fällt mir natürlich als erstes sofort der Zahnarzt ein. Und den solltest du natürlich umgehend kontaktieren und einen Termin vereinbaren. Denn die Ursache für die Zahnschmerzen muss gefunden und behoben werden, sonst hilft auch das beste Hausmittel nichts.  Doch an wen kann man sich am Wochenende wenden?

 

Hier findest du den zahnärztlichen Notdienst für deine Region in Deutschland. Du brauchst einfach nur Ort oder Vorwahl eingeben und schon wird dir der zuständige Zahnarzt „ausgespuckt“. 

Wie entstehen Zahnschmerzen?

Zähne enthalten Blutgefäße und Nervenfasern, die vom Kieferknochen durch die Zahnwurzel bis hinein ins Zahnmark führen. Die Nervenfasern sind es, durch die dein Zahnschmerz entsteht. Sie regieren auf jeden Reiz. Normalerweise werden sie vor üblichen Reizen wie Hitze oder Kälte durch Zahnschmelz und das sogenannte Zahnbein geschützt.

 

Doch ist dieser Schutz angegriffen, wandern die Reizstoffe ins Zahninnere und dann kommt es zum Zahnschmerz.
Doch es kann auch andere Gründe für Zahnschmerzen geben. Diese zu identifizieren ist wichtig, denn welche Hilfe bei Zahnschmerzen die richtige ist, hängt davon ab, was deine Schmerzen verursacht hat.

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Was löst die Zahnschmerzen aus?

Die Ursachen für Zahnschmerzen sind vielfältig. Viele davon haben mit dem Zahn selbst zu tun: Ist der Zahn von Karies betroffen, kam es zu einer Zahnfraktur oder hat sich vielleicht eine Füllung oder Krone gelöst? All das kann zu Zahnschmerzen führen. Auch angeborene Zahnbildungsstörungen oder durch nächtliches Zähneknirschen verursachte abgenutzte Kauflächen können Ursachen sein.

 

Und natürlich kann es durch die Zahnbehandlung beim Arzt vorübergehend zu Schmerzen kommen. Genauso ist es möglich, dass sich Schmerzen durch das Umfeld des Zahnes einstellen: Eine Entzündung des umliegenden Zahnfleischs etwa kann die Zähne schmerzen lassen.
Hast du schmerzempfindliche Zähne — etwa durch freiliegende Zahnhälse — wirst du weitere Auslöser für Zahnschmerzen kennen: Kälte, Hitze, Säure und Süße können alle einen stechenden Schmerz hervorrufen.

 

Doch die Gründe für Zahnschmerzen sind weitaus vielfältiger und müssen nicht immer nur im Mundraum zu finden sein. So können Kopfschmerzen oder Migräne, genauso wie eine Ohrenentzündung oder eine Entzündung der Nasennebenhöhlen sie auslösen.

Achtung: bei diesem Zahnschmerz keine Sekunde zögern!

Zahnschmerzen unterscheiden sich. Manche pulsieren fortwährend, andere sind stechend und abrupt. Bei einer bestimmten Art von Zahnschmerz solltest du allerdings hellhörig werden: Schmerzt nicht nur ein bestimmter Zahn, sondern dein gesamter Unterkiefer und ist das auch noch von Symptomen wie Atemnot, einer Enge im Brustkorb oder Schmerzen bis in den Schulterbereich begleitet, musst du den Notarzt rufen. Hier handelt es sich um Anzeichen eines Herzinfarkts. Selbst Hand mit Hausmitteln anzulegen oder erst noch den Zahnarzt zu rufen kostet wertvolle Zeit. Hier solltest du wirklich keine Sekunde zögern.

Zahnärztliche Behandlung

Werden deine Zahnschmerzen durch einen kranken Zahn ausgelöst, solltest du deinen Zahnarzt aufsuchen. Denn nur eine Zahnbehandlung kann dich langfristig von Schmerzen befreien, die etwa durch Karies oder eine erkrankte Zahnwurzel entstanden sind. Ist dein Zahnfleisch betroffen, könnte es zudem sein, dass du Antibiotika nehmen musst, um der Lage Herr zu werden.

 

In diesem Fall muss der Zahnarzt feststellen, was genau die Ursache ist. Erst dann kann er dir das richtige Mittel verschreiben. Zahnschmerzen solltest du außerdem nicht zu lange ignorieren. Denn die verantwortlichen Bakterien könnten anderenfalls in den Rest deines Körpers wandern und weitere Folgen nach sich ziehen. Beispielsweise könnte es zu einer Herzklappenentzündung oder einer Gefäßerkrankung kommen.

 

Starke Anzeichen für die Notwendigkeit eines Zahnarztbesuchs sind blutiges Zahnfleisch, Schwellungen im Mundraum oder im Gesicht, sowie anhaltende Schmerzen, die unter Umständen sogar weiter zunehmen. Besondere Vorsicht solltest du auch dann walten lassen, wenn du schwanger bist, denn Entzündungen erhöhen das Risiko von Fehlgeburten.


Liegt die Ursache für deine Zahnschmerzen allerdings nicht im Zahn, sondern in anderen Bereichen deines Körpers, wird der Zahnarzt dir nicht helfen können. Bei eindeutigen Symptomen wie Ohrenschmerzen solltest du daher andere Spezialisten wie den HNO-Arzt aufsuchen. Bist du nicht sicher, was die Schmerzen auslöst, solltest du sicherheitshalber trotzdem zum Zahnarzt gehen.

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So beugst du Zahnschmerzen vor

Die richtige Hilfe bei Zahnschmerzen ist schön und gut, aber damit Zahnschmerzen gar nicht erst entstehen, solltest du früh vorbeugen. Die meisten Möglichkeiten hast du hier natürlich bei der Zahnpflege, doch auch in Sachen Ernährung gibt es eine Option: Schränke dich beim Verzehr von Zucker ein. Die Glukose im Zucker ruft Schäden an den Zähnen hervor und macht sie damit anfälliger für Reizstoffe.

 

Isst du weniger Zucker, machst du deine Zähne also weniger angreifbar. Ob Probleme bereits existieren solltest du zweimal jährlich von deinem Zahnarzt überprüfen lassen. Unabhängig von deiner Ernährung ist die professionelle Zahnreinigung ein guter Weg, vielen Erkrankungen vorzubeugen. Dazu gehören mindestens zweimal täglich das Putzen deiner Zähne. Am besten mit einer elektrischen Zahnbürste und fluoridhaltiger Zahnpasta, denn die beugt Karies vor.  Sowie das Reinigen der Zahnzwischenräume etwa mit Zahnseide und Interdentalbürsten einmal am Tag.


Hast du besonders empfindliche Zähne, solltest du einige extra Tipps berücksichtigen: Beim Zähneputzen solltest du wenig Druck ausüben und deine Zähne nicht schrubben. Das ist besser für dein Zahnfleisch. Benutze außerdem Zahnpasta oder Mundspülungen mit Strontiumchlorid oder Kaliumsalzen. Diese Inhaltsstoffe dichten die sogenannten Dentinkanälchen ab, durch die Reizstoffe eindringen können.

 

Übrigens kann das auch dein Zahnarzt durch das Auftragen von Fluoridlack oder einer dünnen Kunststoffschicht unterstützen. Hilft alles nichts oder werden deine Schmerzen durch eine angeborene Störung hervorgerufen, kannst du deine Zähne als letztes Mittel überkronen lassen.

3 Kommentare zu „Was hilft bei Zahnschmerzen?“

  1. Ich habe in letzter Zeit häufiger Zahnschmerzen und muss wohl demnächst zum Zahnarzt. Als Angstpatientin ist dieser Besuch immer eine Herausforderung für mich, jedoch hab ich Glück, dass meine Zahnarztpraxis zuvorkommen ist. Ich sollte mal ausprobieren mit Tee oder Salzwasser meinen Mund zu spülen, da sie die Zahnschmerzen lindern.

  2. Thomas Karbowski

    Gut zu wissen, dass man sich an den Bereitschaftszahnarzt wenden kann, soweit der eigene Zahnarzt insbesondere am Wochenende und an Feiertagen nicht zu erreichen ist. Mein Onkel hat letzten Samstag plötzlich erhebliche Zahnschmerzen bekommen. Zum Glück konnte er einen Bereitschaftszahnarzt sofort erreichen.

  3. Maximilian Behrens

    Mein Sohn hat gerade Zahnschmerzen. Hilfreich war hierbei den Tipp zu lesen, dass eine gute Mundspülung mit Pfefferminze, Johanniskraut, Melisse oder anderen Teesorten eine Linderung von Zahnschmerzen erzielen kann. Ich werde meinem Sohn einen guten Zahnarzt empfehlen, bei dem er sich untersuchen lassen kann.

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