Schwarze Zähne ✳️ Ursachen & Hilfe

Schwarze Zähne - Woher kommt das & was kann ich tun?

Verfärbungen am Zahn, schwarze Punkte und schwarze Zähne sehen nicht nur unästhetisch aus, sondern können auch zu Schmerzen führen und den betroffenen Bereich im Gebiss funktionsunfähig machen. Was die Ursachen für schwarze Zähne sind, wie sie sich behandeln lassen und welche Maßnahmen es zur Vorbeugung gibt, das verraten wir dir in den folgenden Zeilen.

Expertin für gesunde und saubere Zähne

Sonja - Zahnmedizinische Assistentin &Autorin von der-zahn-profi.de

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Mögliche Ursachen für schwarze Zähne

Es gibt verschiedene Ursachen für schwarze oder dunkel verfärbte Zähne und nicht alle bedeuten eine Gefahr für dein Gebiss…

1. Toter Zahn als mögliche Ursache

Die häufigste Ursache für einen schwarzen Zahn ist die sogenannte Nekrose. Bei ihr stirbt das Zahngewebe, das in der Fachsprache Pulpa genannt wird, ab. Daher wird diese Erkrankung Pulpanekrose genannt. Bei dieser Krankheit wird der betroffene Zahn nicht mehr mit Blut versorgt, verdunkelt sich langsam und ist schließlich schwarz. Bei der Pulpanekrose treten in den seltensten Fällen Schmerzen auf, weil die Nerven bereits abgestorben sind.

 

Der Zahn wird allerdings im Laufe der Zeit immer spröder und sogar brüchig, sodass beim Kauen von insbesondere harter Nahrung Splitter abbrechen können. Oft verfärbt sich das umliegende Zahnfleisch rot. Wenn es sich entzündet, entstehen zumeist doch Schmerzen. Bleiben solche Beschwerden jedoch aus und befindet sich der schwarze Zahn im hinteren Gaumenbereich, wird das Problem oft erst beim nächsten Zahnarztbesuch entdeckt.

Wie behandelt man einen toten Zahn?

Wenn du vermutest, dass du einen toten Zahn hast, solltest du schnellstmöglich einen Termin bei einem Zahnarzt vereinbaren. Denn dieser wird dann eine wahrscheinlich eine Wurzelbehandlung durchführen. Zudem beseitigt er das abgestorbene Gewebe, reinigt die betroffene Stelle rund um den Zahn und versiegelt diesen im letzten Schritt. Am Ende kann der Zahn erhalten bleiben und ist gut vor Infektionen geschützt.

 

Bleibt der tote Zahn allerdings unbehandelt, wird sich der Verfallsprozess beschleunigen. Bakterien können sich im Mund weiter verbreiten und andere Zähne befallen. Das Zahnfleisch kann schmerzen, und häufig entstehen beim Zähneputzen Blutungen. Im schlimmsten Fall entsteht eine Parodontitis, bei der das Zahnfleisch zurückgeht. Wer zu lange wartet, kann den betroffenen Zahn nur mit einer Krone retten. Ist der Prozess aber so weit fortgeschritten, dass bereits große Teile fehlen, dann muss er komplett gezogen werden. Wer keine Lücke in der Zahnreihe haben möchte, der muss als Folge Zahnersatz in Betracht ziehen.

2. Schwarze Zähne und Punkte durch Karies

Karies ist weit verbreitet und der häufigste Grund für einen Eingriff beim Zahnarzt. Zunächst entstehen langsam kreidig-weiße Flecken, sogenannte white spots. Jetzt lässt sich die Karies wahrscheinlich noch aufhalten, wenn du den Zahnbelag gut und regelmäßig wegputzt. Bereits in diesem Stadium lösen sich erste Mineralien aus den Zähnen. Mit der Zeit wird der Zahnschmelz löchrig, und es entwickeln sich dunkle Verfärbungen.

schwarze zähne

Karies entsteht durch bestimmte Bakterien, die als Plaque bezeichnet werden. Sie setzen sich auf den Zähnen fest. Die Bakterien selbst schädigen die Zähne nicht, aber sie produzieren eine Säure.

 

Diese wiederum attackiert den Zahnschmelz. Die Karies entzieht dem Zahn Kalk und wichtige Mineralstoffe. Im späteren Stadium entstehen Schmerzen.

Diese kann nur der Zahnarzt beseitigen, indem er zum Bohrer greift, die befallenen Stellen entfernt, die umliegenden Bereiche reinigt und die Löcher mit einer Füllung auskleidet. Ist die Karies weit fortgeschritten, können bereits die Nerven und Blutgefäße betroffen sein. Wenn dies der Fall ist, steht ebenfalls eine Wurzelbehandlung an. Wer auf seinen Zahnarzttermin noch warten muss, muss vielleicht zu einer Schmerztablette greifen, die für Linderung sorgt. Oft helfen Mittel mit dem Wirkstoff Ibuprofen, sofern du diesen gut verträgst. Aber Vorsicht, nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel haben Nebenwirkungen und sollten sehr sorgsam verwendet werden.

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3. Melanodontie (black stain) als Ursache für schwarze Zähne bei Kindern

Eine weitere Ursache für einen schwarzen Zahn ist die Melanodontie. Diese wird häufig auch als Black Stain, also schwarzer Fleck, bezeichnet. Die schwarzen Flecken oder Rückstände treten meist am Rand des Zahnfleisches auf.

 

Auslöser sind Bakterien, die sich verfärben. Sie entstehen durch eine Kombination von bakteriellen Stoffwechselprodukten und eisenhaltigen Bestandteilen im Speichel.

Die Melanodontie tritt nur selten auf. Betroffen sind zumeist Kinder im Alter von vier bis elf Jahren. In dieser Altersgruppe beträgt der Patientenanteil rund vier Prozent. Erwachsene haben normalerweise keine Probleme mit Black Stain. Warum die Erkrankung mit Eintreten der Pubertät verschwindet, ist bislang noch nicht erforscht. Beobachtet werden konnte allerdings, dass Menschen, die in ihrer Kindheit unter Melanodontie leiden mussten, im Erwachsenenalter weniger zu Karies neigen. Daher hat die Erkrankung zumindest in der späteren Folge einen positiven Effekt auf die Zahngesundheit.

Melanodontie gesundheitlich unbedenklich...

Das Gute an der Melanodontie ist, dass sie zwar unschön aussieht, aber gesundheitlich unbedenklich ist. Kinder, die intensiv ihre Zähne putzen, können die Bildung der schwarzen Flecken etwas hinauszögern, leider aber nicht komplett verhindern. Hat sich der Black Stain herausgebildet, muss er beim Zahnarzt mit professionellen Verfahren und Werkzeugen behandelt werden. Häufig kommt das sogenannte Pulverstrahlverfahren zum Einsatz.

 

Verwendet wird dabei ein Gemisch aus Wasser, Sand und Salz, das in einer gewissen Intensität auf die Zähne gegeben wird. Der Zahnschmelz wird bei diesem Vorgang nicht angegriffen. Betroffene Kinder müssen diese Behandlung in der Regel zwei bis viermal im Jahr vornehmen lassen. Wichtig zu wissen: Viele Krankenkassen übernehmen die Kosten für den Eingriff beim Zahnarzt nicht. Unter Umständen kann eine Zahnzusatzversicherung helfen. Da die Kinder unter den auffallenden schwarzen Flecken häufig aber leiden und manchmal sogar gehänselt werden, sollte die Melanodontie in jedem Fall entfernt werden.

4. Ursache für schwarze Zähne – oberflächliche Verfärbungen

Rauchen, bestimmte Medikamente und manche Lebensmittel können in Verbindung mit deinem Speichel oberflächliche, schwarze und braune Ablagerungen auf den Zähnen verursachen. Sind diese Ablagerungen so hart wie Zahnstein, dann nennt man sie auch Konkremente. Dabei kommt es nicht nur auf die Art der Lebensmittel an, sondern auch auf die Zusammensetzung deines Speichels.

 

Denn die unterscheidet sich bei jedem Menschen ein wenig. Deshalb neigen manche von uns stärker zu Verfärbungen und Zahnstein als andere. Sind diese oberflächlichen Ablagerungen sehr intensiv, dann bekommst du gelbliche, braune oder schwarze Zähne. Zum Glück kann man diese Verfärbungen meist rückstandslos beim Zahnarzt entfernen (professionelle Zahnreinigung) , sofern sie sich nur oberflächlich auf dem Zahn befinden.

Folgende Dinge können Ablagerungen und damit schwarze Zähne fördern:
Schlechte Zähne durch Rauchen
  • Nikotin
  • Rotwein
  • Schwarzer und grüner Tee
  • Kaffee
  • Medikamente
So kannst du schwarzen Zähnen durch Verfärbungen vorbeugen:
  • Mit dem Rauchen aufhören. Denn die enthaltenen Stoffe im Tabak können die Zähne stark verfärben. Ebenso entstehen dadurch gelbe und bräunliche Ablagerungen auf der Zunge, die Mundgeruch verursachen können.
  • 2 x täglich mit einer elektrischen oder einer Schallzahnbürste Zähneputzen. Denn dadurch lässt sich die Bildung dieser Beläge stark reduzieren, vielleicht sogar ganz verhindern!
  • Zusätzlich 1 x im Monat die Zähne selber polieren. Wie das geht findest du in meinem Beitrag: Zähne selber polieren

Die wichtigsten Maßnahmen zur Vorbeugung

Um alle genannten Ursachen für einen schwarzen Zahn erst gar nicht entstehen zu lassen, gibt es mehrere Maßnahmen zur Vorbeugung. Das wichtigste Instrument ist die regelmäßige Mundhygiene. Du solltest mindestens zweimal am Tag für wenigstens zwei Minuten lang die Zähne putzen. Am besten eignet sich eine elektrische Zahnbürste, oder eine Schallzahnbürste. Denn diese sind nach meiner langjährigen Erfahrung als zahnmedizinische Assistentin deutlich effektiver als eine Handzahnbürste! Seit ich regelmäßig mit der Elektrozahnbürste putze, muss ich viel seltener zu professionellen Zahnreinigung gehen. Denn ich habe kaum noch Verfärbungen und Zahnstein!

 

Dazu sollten die Zahnzwischenräume mit Interdentalbürsten und Zahnseide gereinigt werden. Bei der Nahrungsaufnahme solltest du darauf achten, so wenig Zucker wie möglich zu dir zu nehmen. Um speziell Karies zu verhindern, eignen sich Gele, die Fluorid enthalten. Eine Anwendung dieser Präparate reicht einmal in der Woche aus. Ferner solltest du zweimal im Jahr einen Zahnarzt für einen Kontrollbesuch aufsuchen. Unter Umständen empfiehlt dieser dir als prophylaktische Maßnahme eine professionelle Zahnreinigung.

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